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Donnerstag, 09. April 2009
Lassen Sie sich in die Welt des Kaffees und der Kunst der
„Bündner Zuckerbäcker“ entführen – eine süsse Verheissung!

Johann Jacobs Museum – Eine Führung durch die Sonderausstellung und Kaffeedegustation. Das Johann Jacobs Museum zeigt die künstlerische Auseinander-setzung mit dem Kaffee seit vier Jahrhunderten, das pulsierende politische und kulturelle Leben der Pariser oder Wiener Kaffeehäuser, die Entwicklung des Designs bei Silber und Porzellan, den Zusammenhang zwischen Kaffee und Humor, Werbeparolen und japanischem Kaffee in Dosen, die kommunikative Bedeutung des Kaffeetrinkens oder die soziale Welt des Kaffees in den Anbaugebieten Mittelamerikas. Die Vielfalt der Themen rund um den Kaffee ist schier unerschöpflich. Das Johann Jacobs Museum zeigt wechselnde Ausstellungen zur Kulturgeschichte des Kaffees. Die aktuelle Ausstellung ist der Erfolgsgeschichte der Bündner Zuckerbäcker gewidmet. Im Anschluss an die Führung geniessen wir Kaffee, Tee und feine Leckereien der Zuckerbäcker.

Treffpunkt:Johann Jacobs Museum,
Seefeldquai 17, 8034 Zürich
Zeit:14.30 Uhr – ca. 17.00 Uhr
Anmeldeschluss:11. März 2009


Programminformationen


Die Erfolgsgeschichte der Bündner Zuckerbäcker und Cafetiers in Europa
Die Zuckerbäcker aus Graubünden galten über lange Zeit in ganz Europa als die bewährtesten ihrer Zunft. In ihren Konditoreien an bester Lage verführten sie die Kundschaft mit sorgsam angefertigtem Marzipan, delikater Schokolade, kunstvollem Konfekt und Tischschmuck, formvollendeten Kuchen, erfrischenden Limonaden, sommerlichen Eisspezialitäten, aromatischem Kaffee und anderen Köstlichkeiten. Von der Not zur Auswanderung gezwungen eroberten die bodenständigen Männer aus den Bergen die Herzen der Schleckmäuler von Spanien bis Russland. Ihr Erfolgsrezept beruhte auf harter Arbeit und Sparsamkeit, einer ausgesprochenen Anpassungsfähigkeit an die fremden Gepflogenheiten, geschickten Investitionsstrategien und Teilhabersystemen und nicht zuletzt auf ihrer bemerkenswerten Vernetzung mit den Landsleuten. Doch auch mit all diesen Zutaten versehen, schafften es bei weitem nicht alle, sich eine eigene Existenz aufzubauen. Eine gehörige Portion Glück im richtigen Moment entschied oft darüber, wer als gemachter Mann nach Hause zurückkehrte und somit nicht arm und von Heimweh geplagt in fremder Erde begraben wurde (in der Fremde sterben musste).

Mit Fotos, Tonstationen und zahlreichen Originalobjekten thematisiert die Ausstellung das traditionsreiche Handwerk der Zuckerbäcker und die Innovationslust der Bündner, die zweifelsohne auch zur unabdingbaren Allianz von Kaffee und Kuchen beigetragen hat. Beispielhaft werden zudem einzelne Schicksale von Bündner Auswanderern beleuchtet.


Das Johann Jacobs Museum

Das Johann Jacobs Museum ist in einer herrschaftlichen Villa untergebracht, von der aus man einen wunderschönen Ausblick auf die Seepromenade und den Zürichsee geniesst. Otto Honegger erbaute die barocke Villa 1913 als repräsentatives Wohnhaus für den Zürcher Ingenieur und Politiker Dr. Fritz Ernst. Mit der Verwendung eines graugrünen Ostermundiger Sandsteins und dem breit gelagerten Dach verlieh er dem klar strukturierten Bau die charakteristische Note eines Berner Landsitzes.
Die ehemalige marmorne Eingangshalle, das Musik- und Esszimmer sowie der Soussol, in dem sich früher eine Kegelbahn mit „fröhlicher Trinkecke“ befand, dienen heute als Ausstellungsräume.

Kulturgeschichtliches


Eine kleine Kulturgeschichte des Kaffees

Der Kaffee ist heute nach dem Erdöl nicht nur das zweitwichtigste Handelsgut der Welt, sondern in Westeuropa noch vor Bier und Wein auch das meist konsumierte Getränk überhaupt. Kaffeebohnen werden von rund 15 Milliarden Bäumen geerntet, die Weltjahresproduktion von Kaffee betrug 1998 bis 2004 jeweils gegen 100-110 Mio. Sack zu 60 kg . In den Produktionsländern finden schätzungsweise 20 - 25 Mio. Menschen durch den Anbau von Kaffee eine Beschäftigung — Grund genug um auf die Geschichte dieses Getränkes etwas näher einzugehen.

Die vorliegende 'Kleine Kulturgeschichte des Kaffees' spürt der Verbreitung und Durchsetzung des Kaffees sowie dessen gesellschaftlicher Bedeutung vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart nach. Der Text folgt dabei dem Weg des Kaffees 'vom Keim zum Körper' — vom Anbau und der Verarbeitung des Kaffees bis zu seinem Konsum und dessen Wirkung auf den menschlichen Körper — und ist in vier Hauptkapitel gegliedert.

Angesichts der Breite und Komplexität des Themas versteht es sich von selbst, dass der Text nur einige Schlaglichter auf die faszinierende und — wie der Leser noch erfahren wird — äusserst vielfältige Kulturgeschichte des Kaffees werfen kann. Für besonders 'durstige' Kaffeeliebhaberinnen und -liebhaber sei deshalb schon hier auf die verschiedenen Links und die zusätzliche Bibliographie verwiesen, wo eine grosse Fülle von vertiefender Information zur Verfügung steht.

Anfahrt
Öffentliche Verkehrsmittel:
Ab Zürich Hauptbahnhof mit dem Tram Nr. 4 (Richtung Tiefenbrunnen) bis zur Haltestelle Feldeggstrasse.

Oder: S-Bahnlinien Nr. 3, 5, 7, 12 (bitte Hinweistafeln beachten) bis zum Bahnhof Stadelhofen. Ab Stadelhofen zu Fuss bis zur Haltestelle Opernhaus; mit der Tram Nr. 4 oder 2 (Richtung Tiefenbrunnen) bis zur Haltestelle Feldeggstrasse.

Taxi ab Zürich Hauptbahnhof; Fahrzeit ca. 15 Minuten.

Website: www.jacobsfoundation.org

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