Anfänge - "Was bin ich?"
(1. Lesung fand am 13.3.2009 statt) Torwart oder Dichter werden; der Gymnasiast entwirft sein erstes Theaterstück. Studieren müssen, anstatt schreiben dürfen; einsame Semester an der Universität. Tod des Vaters als Befreiung. Lebensfragen. Journalist und Eishockey-Reporter; erster Aufbruch in die Ferne; eine Initiationsreise. Wie aus dem Journalisten ein Schriftsteller wird. „Jürg Reinhart“ und „Antwort aus der Stille“.
Proben und Pläne - Zwei Lebensentwürfe
(2. Lesung fand am 17.4.2009 statt)
Erste Liebe und erstes Scheitern; Freund W. als Gönner. Architekturstudium an der ETH Zürich. Am Rande des Abgrunds, Krieg und Aktivdienst. Die existentielle Erschütterung. Der Soldat und Tagebuchschreiber. Heirat und Kinder. Architekt und Dramatiker; „Letzibad“ und Schauspielhaus. „Nun singen sie wieder“ und „Als der Krieg zu Ende war“.
Frauen und Freunde – Begegnungen
(4. Lesung) 13. Nov. 2009. Das Schicksalsjahr 1947; Peter Suhrkamp, fordernder und fördernder Verleger. Friedrich Dürrenmatt, Freund und Konkurrent; Bertolt Brecht, Lehrer und Verführer. "Hanna heisst in Wirklichkeit Käthe". Erste Ehe, Gertrud Constanze von Meyenburg, Kommilitonin und Architektin. "Manchmal meine ich sie zu verstehen, die Frauen." Die Zeit mit IB. Marianne. Lynn.
Schweiz als Heimat? - "Man ist sehr schnell ein Emigrant"
(5. Lesung) folgt 2010. Eine 1. August-Rede und ein Vorschlag zu Tat, "Achtung: Die Schweiz". Überfremdung. Armee und Nationalheld, zwei Mythen? "Ich hasse nicht die Schweiz, ich hasse die Verlogenheit.“
"Als wäre der Tod eine Sache der Zeit" - Die späten Werke
(6. Lesung) folgt 2010. Klage über die nicht gelebten Leben, "Triptychon". Das langsame Untergehen des Herrn Geiser im Chaos der Natur. "Der Mensch erscheint im Holozän". "Blaubart", ein altes Märchen als Hintergrund für das Selbstgericht eines Mannes.
->
Über den Referenten Walter Obschlager
Lic. phil I; geb. 1943 in Knonau ZH; Lehre und Praxis als Kaufmännischer Angestellter; Matura an der Kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene Zürich; Studium der Germanistik, Geschichte und Ethnologie an der Universität Zürich; Lizenziatsarbeit bei Prof. Dr. Peter von Matt über "Proletarisches, antifaschistisches und bürgerliches Theater in Zürich 1930 - 1939".
Lehrtätigkeit in den Fächern Deutsch und Geschichte. Im Auftrag der Max Frisch-Stiftung: Aufbau und Leitung des Max Frisch-Archivs an der ETH Zürich (1981 - 2008). Dozent an der ETH Zürich, Departement GESS (seit 2001).
Herausgeber u. a. von:
- Max Frisch, Schweiz als Heimat? Versuche über 50 Jahre (Suhrkamp Verlag Frankfurt 1989)
- Friedrich Glauser, Schlumpf Erwin Mord (Limmat Verlag Zürich 1996)
- Max Frisch, "Im übrigen bin ich immer völlig allein". Briefwechsel mit der Mutter 1933 (Suhrkamp Verlag Frankfurt 2000)
- Max Frisch, "Es wird nicht über Literatur gesprochen". Zürich, Letzigraben 1942 - 1949 (Max Frisch-Archiv Zürich 2007).
Mitherausgeber von:
- jetzt: max frisch. Text und Fotoband (Suhrkamp Verlag Frankfurt 2001)
- Max Frisch, Journalistische Arbeiten 1931 - 1939 (Verlag Theater Hannover 2001)
- Max Frisch, Schwarzes Quadrat. Zwei Poetikvorlesungen (Suhrkamp Verlag 2008).
Website: www.mfa.ethz.ch