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Freitag, 5. Februar 2010
Max Frisch: Zu Leben und Werk – Eine Reihe von 6 Vorträgen mit Bildern.

Von Walter Obschlager, ehem. Leiter des Max Frisch Archivs, 1981 – 2008

© Max Frisch Archiv, Zürich

Schweiz als Heimat? - "Man ist sehr schnell ein Emigrant"  (5. Lesung)

Eine frühe 1. August-Rede und eine provokante Broschüre: „Achtung: Die Schweiz“.
Überfremdung: „Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kommen Menschen.“
Armee und Nationalheld: zwei Mythen? „Ich hasse nicht die Schweiz, ich hasse die Verlogenheit.“

Im Anschluss sind Sie herzlich zu Kaffee, Tee und Kuchen eingeladen.

Veranstaltungsort:TERTIANUM Segeten,
Carl Spitteler-Str. 70, 8053 Zürich
Zeit:  15.00 Uhr – ca. 17.00 Uhr
Anmeldeschluss: 27. Januar 2010
Kollekte:   für den Bildungsklub der Pro Infirmis


Programminformationen


Weitere Lesungen zu Max Frisch

Anfänge - "Was bin ich?"
(1. Lesung fand am 13.März 2009 statt) Torwart oder Dichter werden; der Gymnasiast entwirft sein erstes Theaterstück. Studieren müssen, anstatt schreiben dürfen; einsame Semester an der Universität. Tod des Vaters als Befreiung. Lebensfragen. Journalist und Eishockey-Reporter; erster Aufbruch in die Ferne; eine Initiationsreise. Wie aus dem Journalisten ein Schriftsteller wird. „Jürg Reinhart“ und „Antwort aus der Stille“.


Proben und Pläne - Zwei Lebensentwürfe
(2. Lesung fand am 17.April 2009 statt)
Erste Liebe und erstes Scheitern; Freund W. als Gönner. Architekturstudium an der ETH Zürich. Am Rande des Abgrunds, Krieg und Aktivdienst. Die existentielle Erschütterung. Der Soldat und Tagebuchschreiber. Heirat und Kinder. Architekt und Dramatiker; „Letzibad“ und Schauspielhaus. „Nun singen sie wieder“ und „Als der Krieg zu Ende war“.

New York – Rom – Berlin: "Warum reisen wir?"
(3. Lesung fand am 29. Mai 2009 statt)
"Graf Öderland" in Zürich. Amerika, Architektur dort und hier. "Stiller" im Gepäck des Heimkehrers. Durchbruch und Aufbruch; "Homo faber", "Biedermann und die Brandstifter". Jahre in Rom, la città la più bella. "Andorra" auf allen Bühnen, "Mein Name sei Gantenbein" auf den Bestsellerlisten. Nachhause kommen, aber nicht ganz; Berzona als Rückzugsort. Neue Liebe und neue Freunde, Berlin. Uwe Johnson, Günter Grass. "Tagebuch 1966-1971". Noch einmal Aufbruch und noch einmal New York.

Frauen und Freunde – Begegnungen
(4. Lesung fand am 13. November 2009 statt)
Das Schicksalsjahr 1947; Peter Suhrkamp, fordernder und fördernder Verleger. Friedrich Dürrenmatt, Freund und Konkurrent; Bertolt Brecht, Lehrer und Verführer. "Hanna heisst in Wirklichkeit Käthe". Erste Ehe, Gertrud Constanze von Meyenburg, Kommilitonin und Architektin. "Manchmal meine ich sie zu verstehen, die Frauen." Die Zeit mit IB. Marianne. Lynn.

"Als wäre der Tod eine Sache der Zeit" - Die späten Werke
(6. Lesung) folgt 2010. Klage über die nicht gelebten Leben, "Triptychon". Das langsame Untergehen des Herrn Geiser im Chaos der Natur. "Der Mensch erscheint im Holozän". "Blaubart", ein altes Märchen als Hintergrund für das Selbstgericht eines Mannes.

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Über den Referenten Walter Obschlager
Lic. phil I; geb. 1943 in Knonau ZH; Lehre und Praxis als Kaufmännischer Angestellter; Matura an der Kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene Zürich; Studium der Germanistik, Geschichte und Ethnologie an der Universität Zürich; Lizenziatsarbeit bei Prof. Dr. Peter von Matt über "Proletarisches, antifaschistisches und bürgerliches Theater in Zürich 1930 - 1939".

Lehrtätigkeit in den Fächern Deutsch und Geschichte. Im Auftrag der Max Frisch-Stiftung: Aufbau und Leitung des Max Frisch-Archivs an der ETH Zürich (1981 - 2008). Dozent an der ETH Zürich, Departement GESS (seit 2001).

Herausgeber u. a. von:

  • Max Frisch, Schweiz als Heimat? Versuche über 50 Jahre (Suhrkamp Verlag Frankfurt 1989)
  • Friedrich Glauser, Schlumpf Erwin Mord (Limmat Verlag Zürich 1996)
  • Max Frisch, "Im übrigen bin ich immer völlig allein". Briefwechsel mit der Mutter 1933 (Suhrkamp Verlag Frankfurt 2000)
  • Max Frisch, "Es wird nicht über Literatur gesprochen". Zürich, Letzigraben 1942 - 1949 (Max Frisch-Archiv Zürich 2007).

Mitherausgeber von:

  • jetzt: max frisch. Text und Fotoband (Suhrkamp Verlag Frankfurt 2001)
  • Max Frisch, Journalistische Arbeiten 1931 - 1939 (Verlag Theater Hannover 2001)
  • Max Frisch, Schwarzes Quadrat. Zwei Poetikvorlesungen (Suhrkamp Verlag 2008).

Website: www.mfa.ethz.ch

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Max Frisch: Schweiz als Heimat? (5. Lesung)
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