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Freitag, 6. November 2009
(Ersatzdatum für den ausgefallenen Anlass vom 13. Februar 2009)
Olivenöl – kaltgepresst und heissgeliebt – Seminar mit 
dem renommierten Sensorikexperten Patrick Zbinden.



Werden Sie zum Olivenölkenner und entdecken Sie mit Ihren Sinnen (der Sensorik), wie unterschiedlich der Genuss von Olivenöl sein kann. In diesem Kulinarikseminar erfahren Sie, wie man Olivenöl selbst professionell auf Farbe, Aroma und Geschmack testet und welche Qualitätsstufen und Sorten es gibt. Patrick Zbinden erläutert das Vokabular, mit welchem Geschmack und Aroma von Olivenöl beschrieben wird, und zeigt, wie Sie die erworbenen Kenntnisse in den kulinarischen Alltag übertragen können. Im Anschluss an das Seminar geniessen wir passend zum Thema mediterrane Köstlichkeiten.

Bitte beachten: Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen beschränkt.

Veranstaltungsort:TERTIANUM Segeten,
Carl Spitteler-Str. 70, 8053 Zürich
Zeit:  14.30 Uhr – 17.00 Uhr
Anmeldeschluss: 29. Oktober 2009

Kollekte: 

für den Bildungsklub der Pro Infirmis
Bestätigung:Für diesen Anlass werden Sie eine Bestätigung erhalten.


Programminformationen


Wissenswertes rund ums Olivenöl
Sie erwerben ein aktuelles Basiswissen darüber, welche Faktoren die Qualität eines Olivenöls beeinflussen. Diese Einführung bietet eine Geschmacksreise rund um hochwertige Olivenöle aus verschieden Mittelmeerländern. Es gibt immer mehr KonsumentInnen, die beim Olivenöl höhere Ansprüche stellen: Bei Hobbyköchen stehen sogar oft drei oder vier verschiedene Ölsorten im Vorrat. Höchste Zeit also, das Thema Olivenöl einmal von allen Seiten zu betrachten.

Die TeilnehmerInnen

  • erleben und erkennen unterschiedliche Qualitäten von Olivenöl
  • können die unterschiedlichen Ernte- und Herstellungsverfahren unterscheiden
  • erkennen den Zusammenhang zwischen Ausgangs- und verarbeitetem Produkt
  • können die verschiedenen Qualitäten besser einschätzen
  • erleben eine Geschmackssensibilisierung für Olivenölaromen
  • erhalten eine Orientierung für den Einkauf
  • können Olivenöl in der Küche richtig einsetzten
  • erkennen, dass das Olivenöl ein "Mittel" zum Genuss ist

Was ist mit "Sensorik" gemeint?
Dies bezeichnet das Wissen um die Sinneswahrnehmung.
Was hat Genuss mit Sensorik zu tun - Patrick Zbinden in einem Interview mit "bonviva": "Wer mehr vom Essen haben will, sollte mehr darüber reden, das heisst, man sollte seine Wahrnehmung vermehrt in Worte fassen. Dies trainiere ich tagtäglich, einerseits um meine Wahrnehmung zu steigern, aber auch um dabei mehr Genuss beim Essen und Trinken zu erleben. Denn nur wer Geschmack beschreiben kann, erlebt wahren Genuss."

Patrick Zbinden – PORTRAIT (ein Auszug)

Von Beat Hugi für bio.logisch der Zeitung der Biofarm.
Erschienen in der Ausgabe 1/03
«Für die Hörerinnen und Hörer von DRS 3 ist Patrick Zbinden längst schon Kult. Auch ausgewiesene Köche und Kochbuchautorinnen nehmen seinen Rat klammheimlich an. Jeden Freitag ab 11.15 Uhr erzählt der Ernährungstrainer und studierte Sensoriker ohne Herd und Pfannen, aber dafür witzig, kurz und knapp, wie wir dieses und jenes geniessen sollen und warum Kochen und Essen ein intensives Fest aller Sinne ist.

Mal süss oder sauer, mal salzig oder bitter nie banal und billig.

Zum Beispiel die Guetzli mit Vanillin statt echter Vanille. Beissen wir in eines dieser Dinger, macht der Körper freudig mobil: Die künstlichen Aromastoffe gaukeln ihm Unmengen von Vanille vor, die da kommen werden. Die Magensäfte rauschen, der Speichel läuft. Weil dieser Körper nun aber nicht das bekommt, was ihm künstlich vorgegaukelt wird, verlangt er nach mehr. Denn die Magensäfte wollen befriedigt werden. Also putzt man das ganze Päckli Guetzli weg und wundert sich dann über Probleme mit dem Gewicht.
 Darüber müsse man sich erst einmal klar werden, ist Patrick Zbinden überzeugt und lässt nicht locker:

«Wer in Zukunft abnehmen will, sollte keine künstlich aromatisierten Lebensmittel mehr anrühren.» Da könne der Kopf noch so lange wollen, der eigene Körper mache eh, was er muss. Kaum verwunderlich auch, dass die Leute heute nicht selten nach scharfen Gewürzen exotischer Provenienz greifen und davon nicht genug bekommen können: «Die überaromatisierten Lebensmittel haben die Schwelle unserer sensorischen Fähigkeiten derart nach oben gesetzt, dass wir nur noch nach ultimativen Geschmackkicks und schmerzenden Mitteln greifen können, um das Bekannte trendgemäss noch zu übertreffen.»

Statt dass wir wieder lernen, mit dem Geschmack feiner Kräuter und natürlicher Zutaten umzugehen, sie zu geniessen oder einfach mal wieder zu erkennen. Die Rückeroberung eigener Wahrnehmungen, das Beschreiben von Geschmack und Goût seien wichtig, um überhaupt richtig geniessen, kochen, essen und vorab auch einkaufen zu können.

Darauf hat sich der gelernte Maschinenmechaniker als Ernährungstrainer, Journalist und diplomierter Sensoriker in den letzten Jahren ausbilden lassen und spezialisiert. Das will er in Kursen, Texten und Radiosendungen an all jene weitergeben, die sich die eigene Zunge noch nicht verloren gegeben haben. Und deren Gaumen noch erblühen kann...»               

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Unterdessen ist sein neues Buch veröffentlicht worden:

"928 CLEVERE KÜCHENTIPPS"
von Patrick Zbinden

Website: www.patrickzbinden.ch

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